KAT Bike – Mountainbiken in den Kitzbüheler Alpen

Im April war die Freude groß als ich erfuhr, dass ich als „Tirol-Botschafter“ einige Tage in den Kitzbüheler Alpen mit dem Mountainbike unterwegs sein darf. Den neu geschaffenen Bike-Trail „KAT Bike“ erleben; oder besser gesagt erFAHREN. Hoch motiviert ging es dann Ende August endlich mit dem Zug nach Hopfgarten im Brixental, dem Ausgangspunkt unserer Tour, in welcher wir rund 140 Kilometer und über 4.000 Höhenmeter im Aufstieg zurücklegen sollten. Meinen Bericht über eine ganze Menge Schotter, tolle Ausblicke, lange Anstiege, leckere Belohnungen und schwere Beine findet Ihr hier.

Aussicht auf das Kitzbühler Horn

Unterwegs auf der ersten Etappe des KAT Bike

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Fuerteventura express – Mit dem Rennrad über den Vulkan. 

Im Mai habe ich neun Tage Urlaub auf der zweitgrößten Insel der Kanaren Fuerteventura verbracht. Eigentlich ging es darum, ein paar Tage auszuspannen, Kopf und Seele frei zu bekommen und neue Energie zu tanken. Wer mich kennt, weiß: Das fällt mir schwer. Vor allem dann, wenn ich in einem der renommiertesten Sporthotels Europas, dem Playitas Resort, wohne. Sport ist dort einfach allgegenwärtig, wer kann da schon ruhig am Pool liegen? Ich habe versucht, so viel wie möglich des sportlichen Angebots auszuprobieren. Faul war ich sicher nicht. Neben täglichen Yoga, Kraft- und Ausdauerkursen, ging es auf Laufrouten durch die das Resort umgebenden Berge, zum Schwimmen im 50-Meter-Pool und im angenehm kühlen Atlantik und zu ein paar Tennisstunden. Mitnehmen was geht. Ein Sportgerät hat mich aber besonders in seinen Bann gezogen. Das Rennrad. BMC Teammachine vor den Bergen FuerteventurasKlar, Fahrräder gehören zu meinem täglichen Leben. Mit meinem Tourenrad geht es jeden Tag von Köln nach Leverkusen zur Arbeit, mein Singlespeed bringt mich in der City schnell von A nach B oder am Wochenende mal sportlich ins Kölner Umland. Klassische Rennradtouren standen bisher aber bisher nicht auf meinem Sportplan. Im Resort habe ich mir an zwei Tagen ein klasse Rad leihen können. Das BMC Teammachine hat mich gut über die Insel gebracht und dafür gesorgt, dass ich wohl ein weiteres Fahrrad in der Garage unterbringen muss. Zwei Touren durch die Berge im Landesinneren der Insel habe ich unternommen und zwei Dinge zur Insel haben sich mir ins Gedächtnis gebrannt: 1. Wind. Es ist immer windig. Und wenn ich windig schreibe, meine ich windig. So windig, dass ich teilweise bergab gegen den Wind ankämpfen musste. Und wenn der Wind nicht von vorne kommt, kommt er von der Seite. So stark, dass ich zwischenzeitlich Angst hatte, das Vorderrad würde ausbrechen. 2. Fuerteventura ist vulkanischen Ursprungs. Wo der Mensch nicht durch künstliche Bewässerungsanlagen eingreift, wächst nichts. Die Insel kann also durchaus als karg beschrieben werden. Wer durch landschaftlich aufregende Gebiete fahren will, sollte sich also vielleicht eine andere Weltgegend aussuchen. Auch wenn die Berge, Steppe und wüstenartige Umgebung durchaus auch einen gewissen Reiz versprüht. Die beiden Touren  (82 und 107km) habe ich im folgenden beschrieben.  Weiterlesen

Hurra, es ist wieder Boulderliga!

Seit dem ersten Mittwoch im Mai ist es endlich wieder so weit. Die neue Saison der Kölner Boulderliga ist gestartet. Sechs Monate lang versuchen nun ich und über 100 weitere Wettkämpfer an insgesamt 270 Boulder-Problemen.

Boulderliga, Laufkarte, Schuhe und Chalkbag

In den Kletter- und Boulderhallen Kletterfabrik, Stuntwerk und K11 werden während der Saison jeden ersten Mittwoch im Monat 15 frische Boulder geschraubt. Die Schwierigkeit erstreckt sich von super-leicht bis knackig-hart.

Die geschafften Boulder werden auf der Scorecard abgehakt und im Onlineportal eingetragen. Gewertet wird im Melloblocco-System. Das bedeutet jeder Boulder ist mit 1000 Punkten bewertet.

Irgendwann geben selbst die trainiertest Fingerkuppen auf.

Diese Punkte werden nach Ablauf der Wertungsphase auf alle Athleten aufgeteilt, die diesen Boulder klettern konnten. In die Gesamtwertung fließen fünf Monatsergebnisse ein. Der schlechteste Monat wird automatisch gestrichen.

In der Saison 2016 konnte ich einen großartigen 12 Platz in der Gesamtwertung erklettern. Wie es in diesem Jahr läuft, ob die Finger wieder bluten und welcher Boulder mir besonders gut gefällt seht ihr in meinem Instagram Feed. Dort veröffentliche ich auch von Zeit zu Zeit Videos mit Betas (Lösungsvorschlägen) für einzelne, ausgewählte Boulder-Probleme.

Fakten:

Zeitraum
3. Mai bis Ende Oktober
Wo
Teilnehmende Hallen sind die Kletterfabrik in Köln Ehrenfeld, das Stuntwerk in Köln-Mülheim und das K11 in der Kölner Südstadt.
Anmeldung   
Die Anmeldung ist bis Ende Juni in den drei Hallen möglich. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 15€ und beinhaltet das Liga-Shirt, die Scorecard und die Teilnahme am obligatorischen Liga-Brunch.
Website

www.boulderliga.de

Bouldern in der Eifel – Sommer, Sonne, Elefanten und Panzerknacker

Palmsonntag – Die Sonne weckt mich schon früh, um halb acht halte ich es einfach nicht mehr im Bett aus.

Dirk in Panzerknacker, Sektor Elefant, Burgbrohl/ Glees,

Startgriffe von Panzerknacker

Bis zu 25 Grad verspricht der Wetterbericht, und das Anfang April. Genau richtig, um das erste Mal in diesem Jahr mal wieder echte Steine zwischen die Finger zu bekommen.

Perfektes Boulderwetter in Burgbrohl, einfachmalraus.net

Perfektes Boulderwetter in Burgbrohl

Da ich in der letzten Zeit viel häufiger ohne als mit Seil in der Kletterhalle unterwegs war, ist die Entscheidung schnell gefallen. Bouldern also. Aber wo hin? Ins Ruhrtal? Da war ich noch nicht. Nach Ettringen? Da will ich doch wieder mein Seil mitnehmen. Außerdem ist da bei diesem Wetter sicher wieder viel zu viel los. Also ab nach Glees, genauer gesagt nach Burgbrohl. Um zehn Uhr am Parkplatz  angekommen, macht sich erst einmal Erleichterung breit. Wir scheinen die ersten zu sein. Vielleicht haben wir Glück und bleiben auch erstmal unter uns.

Kurz orientieren, der letzte Besuch ist schon wieder drei Jahre her und im Wald sind aktuell einige Forstarbeiten zugange – ein Blick auf die wirklich gut für Smartphones aufbereitete Seite www.gleesbouldering.com und wir starten Richtung Sektor Mauerley.

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fit.Köln – Gruppentraining im Park

In den Kölner Parks sind die Gruppen allgegenwärtig. Zehn, zwanzig, manchmal deutlich mehr Personen die gemeinsam Sport treiben. Die Sportgruppen, Trimm-Dich-Treffs, Bootcamps und wie sie sich alle nennen – überall versuchen Menschen verschiedenster Hintergründe dem inneren Schweinehund zu trotzen und fit(ter) zu werden. Lange habe ich sie belächelt. Bis in der vergangenen Woche. Ich habe an einem Training von fit.Köln teilgenommen. Mein Erfahrungsbericht:

Training fit.Köln

Fit.Köln Training mit Trainer Kenneth (Bild: ©fit.Köln)

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Landschaftspark Duisburg – Klettern im Hochofen

„Draußen wär´ cooler“ denke ich häufig, wenn ich vor allem im Winter in der Kletterhalle trainieren gehe.

Leider ist das Klettern im Winter draußen selbst im gemäßigten Klima im Rheinland recht ungemütlich. Daher freue ich mich immer auf die ersten wärmeren Tage des Jahres. Endlich wieder raus. Da oft die Zeit fehlt in die Ferne zu schweifen versuche ich möglichst viel Abwechslung in der Nähe zu finden.

Ein etwas außergewöhnliches Ziel ist der Klettergarten im Landschaftspark Duisburg.

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Blick auf die Türme „IGN“ und „Watzmann“

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Eifels Beste

Wer im Großraum Köln draußen Klettern möchte hat es nicht leicht.

Klar, es gibt die DAV Kletteranlage an der Hohenzollernbrücke, die Niehler Kaimauer. Seien wir ehrlich: Es macht viel Spaß dort zu klettern; bis etwa Mitte Mai! Dann ist es entweder zu voll, oder die Routen so abgegriffen und/ oder dreckig, dass man sich lieber ein anderes Klettergebiet sucht. Also ab in die Bahn oder das Auto und wohin nun? Der Bochumer Bruch in Wülfrath (zwischen Leverkusen und Wuppertal) ist immer eine Reise wert. Schöne Kalksteinkletterei in allen Ausprägungen und Schwierigkeitsgraden. Leider ist es dort, gerade am Wochenende auch immer recht voll. UND viele Kletterer ignorieren leider die Eingangsbeschränkung. Also doch in die Eifel. Eifel? Jeder denkt direkt: Klar, auf nach Nideggen. Aber: Das Klettergebiet in Nideggen ist sehr speziell. Aufgrund rücksichtsloser Kletterer, unbeweglicher Politik und jahrelangem Stillstand sind dort 22 von 25 Felsen dauerhaft gesperrt. Die drei Felsen aus Sandstein Konglomerat sind sehr stark frequentiert und eher mäßig gut versichert. Zwei, drei mal im Jahr kann man dort einige Stunden verbringen. Immerhin ist der Fels eine Abwechslung für die Finger.

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Kottenheim rock(s)

Mai. Wetterbericht drei Daumen nach oben. Was macht man da an einem der wenigen Wochenenden die noch nicht verplant sind? Richtig: Ausschlafen. Samstag um halb drei war es dann aber so weit. André stand abfahrbereit vor der Tür und los ging es. Von Köln sind es rund 80 km und eine Stunde Fahrt nach Kottenheim. Auf der Fahrt noch kurz in den Kletterführer geschaut und schon waren wir am Wanderplatz. Von dort geht es einige Meter durch den Wald und schon steht man am schönsten Basalt. Nach Erlebnissen im Bochumer Bruch hatten wir sogar hinzu gelernt und waren mal nicht mit FlipFlops auf dem Weg zum Fels (wobei das hier fast möglich wäre…). Als Erstes steht man vor ein paar Bouldern die aussehen als wären sie in den Wald gestellt. Dazu kommt, dass sie so zugänglich sind wie in der Kletterhalle. Perfekt. Allerdings sind wir heute ja nicht zu Bouldern hier. Also etwas weiter. Wir schauen uns um und entscheiden uns erst einmal für die Wände Greenhorn und Kessel.
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Die Kletterei ist toll. Der Fels ist sehr griffig. Eine grandiose Mischung aus klassischer Wand- und Risskletterei. Die Routen sind erstaunlich gut abgesichert. Weiterlesen