Wintertest – Haglöfs Hoc High ll und Essens Mimic im Langzeittest

Wie kann man Kleidung richtig gut auf Herz und Nieren testen? Klar, einen ersten Eindruck bekommt man schnell. Mit einer Regenjacke kann man sich unter die Dusche stellen, eine Winterjacke kann in einer Kältekammer für einige Minuten testen, die Happig erschließt sich wohl am schnellsten. Das alles ist mir nicht genug. Ich habe die Haglöfs Hoc High und Essens Mimic den gesamten meteorologischen Winter über getestet. Bei Skifahren in Zell am See, bei der Übernachtung im Iglu auf der Zugspitze sowie auf meinem täglichen Weg ins Büro auf dem Fahrrad, beim Einkaufen und beim Sonntagsspaziergang. Meinen ganzen Testbericht findet ihr hier.

Haglöfs Roc High und Essens Mimic, einfachmalraus.net

Roc High ll

Erster Eindruck: Die Jacke ist sehr eng geschnitten und fühlt sich sehr robust an. Alle Verschlüsse lassen sich gut, auch mit Handschuhen bedienen.

Material: Das wasser- und winddichte Gore-Tee Pro 3-Lagen Gewebe schützt optimal vor Wind und Wetter. Gleichzeitig kann Wasserdampf aus dem Inneren durch die atmungsaktive Membran entweichen. Am Rücken, Schultern, Ärmeln und Saum ist die Jacke zusätzlich verstärkt und damit gut geschützt beim Klettern, Ski-Fahren oder einfach beim Rucksack tragen.

Features: Die Jacke hat einige verstehaglöfs_einfachmalraus03haglöfs_einfachmalraus02ckte Features. Die beiden Taschen auf der Brust sind am besten mit der gegenüberliegenden Hand zu bedienen. Beim Klettern oder auch beim Ski-Fahren lassen sich alle Reißverschlüsse sehr gut bedienen. In der rechten Brusttasche ist eine zusätzliche Reißverschlusstasche körpernah eingefügt. Hier ist ein Handy besonders sicher und warm
aufbewahrt. Unter den Armen sind Belüftungs-Reißverschlüsse angebracht. Besonders positiv fällt mir hier auf, dass der Reißverschluss in beide Richtungen funktioniert, So kann man selber wählen wie weit und an welcher Stelle man den Reißverschluss öffnen möchte. Die Kapuze ist zwar so groß, dass sie über einen Helm gezogen werden haglöfs_einfachmalraus03kann, lässt sich über vier verschiedene Kordelzüge so eng stellen, dass sie nicht zu groß wirkt. Am besten gefällt mir die gelochte Lasche am oberen Ende des Frontreißverschlusses. Gerade im Schneetreiben ist es oft unangenehm Schnee im Gesicht zu haben, genauso unangenehm kann es aber sein die Jacke beim Atmen vor Mund haglöfs_einfachmalraus04und Nase zu haben. Im ersten Augenblick fehlen die klassischen Seitentaschen. Hat man die Jacke aber einmal unter Rucksack und Klettergurt an wird schnell klar, wieso die Taschen fehlen. Man kommt eh nicht dran.

Meine Meinung: Die Jacke ist eine kompromisslose Bergsteiger-Draußen-Jacke. Ich finde es toll, dass sie so körpernah geschnitten ist. Bei vielen Aktivitäten stört eine weite Jacke meist eh nur. Genau so verhält es sich mit den seitlichen Taschen. Für mich ein perfektes Hardshell. Obwohl sie so eng geschnitten ist bietet sie erstaunlich hohe Bewegungsfreiheit und engt weder beim Klettern noch beim Ski-fahren ein.


Essens Mimic 

Erster Eindruck: Als ich den Karton öffne fällt mir eines sofort auf: die Jacke ist super leicht. Ich kannte ja schon Isolationsschichten mit Daunenfüllung. Die sind immer leicht, aber dass diese Jacke wirklich warm halten soll ist erstmal schwer vorzustellen. Erst einmal reinschlüpfen und schnell ist klar: warm ist die Jacke in jedem fall. Außerdem ist sie sehr körperbetont geschnitten. Ich finde sie echt schick.

Material: Die Essens Mimic ist die erste Haglöfs Jacke mit einer Füllung aus synthetischer Daune. Haglöfs nennt die Füllung QuadFusion Mimic. Sie sieht aus wie Daune, lässt sich auf die gleiche Art wie Daunen in das Kleidungsstück eingearbeitet werden und bietet vergleichbare Eigenschaften. Zusätzlich bietet die Kunst-Daune die gleichen Vorteile von Synthetik-Fasern: es isoliert auch wenn es nass ist, trocknet schnell und lässt sich einfach waschen. Es wird aus recyceltem Polyester hergestellt und ist bluesign-zertifiziert. Das Obermaterial Pertex Microlight ist ein sehr leichtes, Wasser und Wind abweisendes, robuster und hoch atmungsaktives Material.

Features: Die Jacke ist sowohl als haglöfs_einfachmalraus06Isolationsschicht unter einem Hardshell als auch als Solo-Jacke zu tragen. Der Kragen fällt recht dünn aus, was ich unter dem Hardshell als sehr angenehm empfinde. Oft hat man sonst das Problem, dass es um den Hals sehr eng wird. Sie hat zwei seitliche Eingrifftaschen und eine Brusttasche Haglöfs Essens Mimic, einfachmalraus.netfür zum Beispiel das Handy. Praktisch finde ich, dass alle Taschen unter der Fütterung, also nah am Körper angebracht sind. Das lässt sie optisch fast vollständig in der Jacke verschwinden und alles was darin aufbewahrt wird bleit schön warm. Perfekt für alle Geräte mit Akku zum Beispiel. Unter den Armen ist sie mit einem Strich-Einsatz versehen. Das macht die Arme sehr beweglich auch bei Überkopf-Aktivitäten wie zum Beispiel beim Klettern.

Meine Meinung: Die Jacke ist sowohl beim Sport als auch im Alltag ein toller Begleiter. Sie ist sehr warm (selbst im Iglu auf der Zugspitze musste ich nicht frieren), extrem leicht und sieht zudem noch wirklich gut aus.


Gesamt-Fazit: Die beiden Jacken sind ein super Team für jeden, der sportlich draußen unterwegs ist. Sie schränken die Bewegungsfreiheit fast gar nicht ein, halten mollig warm und trocken. Das ganze unter Nachhaltigen Gesichtspunkten produziert und echt schick. Für mich eine echte Kaufempfehlung.

Hinweis: Die Jacken wurden mir von Haglöfs zur Verfügung gestellt. Dieser Testbericht wurde aber nicht von Dritten beeinflusst.

Die Roc High II gibt es zum Beispiel hier*, die Essens Mimic hier*.

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