Vom Leisen ins Laute – Köln erwacht 2

Im letzten Jahr bin ich mit einigen Gleichgesinnten zum Ersten Mal durch das morgendliche Köln gewandert (den Bericht findet Ihr hier). Der Spaziergang war ein spannendes Experiment und hat einen ganz anderen Blick auf die Stadt ermöglicht in der wir alle wohnen. Er führte durch sonst belebte, hektische Bereiche wie den Rheinauhafen und den Großmarkt durch verwaiste Grünanlagen und endete wieder am dann hektischen Hauptbahnhof. Es kam so gut an, dass es wiederholt werden wollte. Diesmal ging es vom Leisen ins Laute. Von Stammheim ins Agnesviertel.

Der Dom in der Morgendämmerung, einfachmalraus.net

Es ist Freitag der dreizehnte November, halb sechs Uhr morgens. Wir treffen uns mit über dreißig Gleichgesinnten am dunklen, verwaisten S-Bahnhof Köln Stammheim. Von hier geht es durch ein Wohngebiet bis in den Stammheimer Schlosspark. Der Skulpturenpark wirkt ein wenig gespenstig. Die Silhouetten der Kunstwerke stechen nur leicht aus der langsam endeten Nacht hervor. Der Park ist nicht beleuchtet aber hier merkt man wie hell es in Köln selbst in der Nacht ist. Aus dem Park kommen wir nach etwa anderthalb Kilometer ans Rheinufer.

Der Rhein hat etwas sehr friedliches zu dieser Zeit. Fast hat es den Eindruck als würde er still stehen. Was die morgendlichen Jogger und vereinzelten Fahrradfahrer wohl über unsere Gruppe denken? Wir folgen dem Uferweg entlang von leeren Spielplätzen,  Wohnblöcken in denen noch alle Fenster dunkel sind, dem verschlossenen Bootshaus vom Mülheimer Ruderclub und echten Schmuckstücken bis zum Mülheimer Hafen. Die Mülheimer Brücke ist am frühen Morgen leider nicht beleuchtet, zeigt aber trotzdem Ihre ganze Schönheit. Tolle Brücke!

Wir überqueren die Fußgängerbrücke am Hafeneingang von der wir einen tollen Blick auf den beleuchteten Dom haben und erreichen den Ausläufer des Jugendparks. Hier ist es noch mal absolut verlassen und friedlich. Nicht einmal Jogger oder Hundehalter verirren sich um diese Uhrzeit hier her. Das ändert sich schlagartig als wir die Zoobrücke betreten um die Rheinseite zu wechseln. Auf einer der Hauptverkehrsadern der Stadt ist eigentlich immer Verkehr.

Die Gruppe auf der Zoobrücke, einfachmalraus.net

Froh wieder von der „Schäl Sick“ zurück auf der „richtigen Rheinseite“ zu sein geht es von der Zoobrücke wieder am Rhein entlang, den Dom im Blick bis zum Theodor-Heuss-Ring. Hier am ehemaligen Restaurant Bastei betreten wir die letzte Grünfläche.

Der Park am Theodor-Heuss-Ring, einfachmalraus.netDiese Endet am Ebertplatz. Hier merkt man jetzt deutlich dass der Tag angefangen hat. Viele Menschen eilen vom Bus zur Bahn, von Zuhause ins Büro. Über den kommen wir auf die Sudermannstraße und landen nach fast genau zehn Kilometern Strecke und etwas über zwei Stunden auf dem Sudermannplatz. Hier machen sich die Markthändler gerade bereit Ihre Kunden begrüßen zu können. Es ist ja jetzt auch richtig hell. Jetzt kann auch für uns ein Arbeitstag beginnen. Ich hingegen bin froh, dass ich nach einem netten Frühstück auf der Neusser Straße schnell Zuhause bin und noch ein paar Stunden ausruhen kann.

Fazit:

Auch dieses Mal habe ich die Tour durch das erwachende Köln genossen. Man erlebt die Stadt die man zu kennen glaubt ganz neu. Man achtet auf ganz andere Dinge und entdeckt Details die einem im hektischen Alltag oder beim Sonntagsspaziergang verborgen bleiben. Absolute Nachmachempfehlung!

Nützliches:

2 Gedanken zu “Vom Leisen ins Laute – Köln erwacht 2

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.