Warum in die Ferne schweifen? – Wandern im Bergischen

Warum immer in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch direkt vor der Haustüre liegt. Der Herbst gibt sich zur Zeit alle Mühe der bessere Frühling zu werden. Temperaturen von fast zwanzig Grad, strahlender Sonnenschein und ein Farbenmeer von dem sich der Indian Summer noch so manche Scheibe abschneiden kann zerren mich quasi vor die Tür.  Am ersten Novemberwochenende ging es auf eine kurze Tour im Bergischen Land. Genauer gesagt an die große Dhünntalsperre. Wandern im Bergischen Land, www.einfachmalraus.net

Mit dem Auto geht es von Köln in gut zwanzig Minuten auf einen kleinen Wanderparkplatz an der Kreisstraße 20 einen Kilometer vor Richerzhagen. Wir folgen der Straße etwa hundert Meter ins Tal. Hier führt eine Treppe in den Wald welcher in herrlichen Farben leuchtet. Der Pfad am Ende der Treppe mündet schnell auf einen Fahrweg, welcher sich durch einen dichten Wald junger Birken schnell auf eine Anhöhe schlängelt. Die Sonne blinzelt fast die ganze Zeit auf den Weg und hat selbst jetzt im November noch ziemlich viel Energie.

Wandern im Bergischen Land, www.einfachmalraus.net

Beschilderung im Bergischen, www.einfachmalraus.net

Der Weg ist gut markiert. Wir folgen der Markierung D6. GPS Daten gibt es weiter unten.

Spätestens jetzt stellen wir fest, dass wir in jedem Fall zu warm angezogen sind. Meine Mütze findet schnell den Weg in meinen Rucksack. Die Weste folgt fast unmittelbar.

Der gut markierte Weg führt auf die Höhe und entlang der Straße nach Müllberg. Im Ort folgen wir der Straße nach rechts ins Tal bis wir vor einem Tor stehen. Rechts am Tor vorbei geht es zwischen Waldrand und Wasser über schmale Steige durch zwei enge Täler bis zu einer Weggabelung kurz vor Viersbach. Die Sonne scheint durch die bunt gefärbten Bäume und verleiht dem ganzen fast etwas mystisches. Ich bin erstaunt dass wir auf erstaunlich wenig andere Wanderer treffen. Das Wetter meint es wirklich zu gut mit uns.

IMG_2264 Wandern im Wald, www.einfachmalraus.net

Wir verlassen den Wald und kommen jetzt so richtig ins schwitzen. Der Weg führt durch die pralle Sonne zurück auf die Dhünnhochfläche. Jetzt muss auch der Pullover in den Rucksack. Zur Erinnerung: Es ist Anfang November. Von einer Wiese erreichen wir an zwei alten Eichen wieder die Straße nach Richerzhagen. Wir folgen ihr und biegen im Ort links auf einen Feldweg ab. Dieser führt uns in das Tal des Eisenkauler Baches bis in die Nähe von Kotzberg. Nach einer kurzen Schleife durch den farbenprächtigen Wald folgen wir der alten Alleenstraße bis nach Eisenkaul und von dort zurück zu unserem Ausgangspunkt. Großen Gänseschwärme ziehen über uns hinweg und machen das Bild eines perfekten Herbsttages vollständig.

IMG_2274 Gänse über dem Bergischen Land, www.einfachmalraus.netDie neun Kilometer lange Tour laufen wir in etwas über zwei Stunden. Immerhin laufen wir mit Hund und meine beiden Begleiter müssen ständig auf mich warten. Fotos und so.

Alle Infos über die Tour inklusive .gpx Daten und einer detaillierten Torbeschreibung findet ihr hier. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.